Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Rubens – Kraft der Verwandlung

Auch durch seltsame Schilder in der Bundesbahn ließen wir uns nicht davon abhalten, uns angeregt zu unterhalten. Bei der Rückfahrt besonders auch über das Gesehene. Denn unser Ziel war das Städel in Frankfurt, konkret die Ausstellung Rubens – Kraft der Verwandlung. Eine sehr gut informierte und launig erläuternde Ausstellungsführerin erleichterte den Zugang zum Gezeigten enorm.

Bei der Unterhaltung beim anschließenden Essen im Gemalten Haus konnten Parallelen bis zur Malerei von Michael Triegel und seinem Bild „Ecce Homo“ im Museum.Burg.Miltenberg gezogen werden (siehe Ausschnitt aus Rubens´ Ecce Homo unten links).

Da etliche aus unserem Umfeld die Rubens-Ausstellung bereits gesehen hatten, war unsere Gruppe recht klein geraten, gerade mal sechs Personen stark, was angesichts der hochkarätigen Ausstellung doch recht wenig ist. Aber: Wie bereits festgestellt, ist das Interesse an der Auseinandersetzung mit Kunst in der Provinz nicht sehr groß. Und jene, die sich begeistern lassen, waren – wie gesagt – häufig schon im Städel zu eben jener Ausstellung gewesen.

Für uns aber war es ein Erlebnis, eine Bereicherung, ein Genuss.

Vortrag: Kunst auf dem Lande


Fred K und ein Teil der Teilnehmer am Vortrags- und Diskussionsabend „Kunst auf dem Lande: Gedanken zu einer Misere“

Wenn über bildende Kunst auf dem Lande gesprochen wird, wenn dazu schon vorab geäußert wird, es handele sich wohl um eine Misere, wenn der Vortrag von dem immer wieder durch kritische Zwischenrufe aufgefallenen Fred K gehalten wird – dann fühlen sich nicht viele Menschen am bayerischen Untermain aufgerufen, daran teilzunehmen, trotz persönlicher Email-Einladung an rund 70 Menschen. Für jene, die da waren, war es ein anregender Spätnachmittag. Die Diskussion war lebendig – und wird wohl auch Ergebnisse zeigen.

Der ganze Vortrag kann auf dem Blog von Fred K nachgelesen werden.

Ausstellung Fritz Schaefler im Kirchner-Haus

Wir hatten mit wenigen Teilnehmenden gerechnet, waren dann aber erfreut, dass zehn Menschen Interesse hatten, gemeinsam zur Ausstellung der expressionistischen Werke von Fritz Schaefler nach Aschaffenburg zu fahren. Im Kirchner-Haus führte uns Anne Hundhausen höchst informierend und begeisternd durch die Sammlung von Gemälden, Holzschnitten, Zeichnungen etc. Sie verglich das Werk des in Eschau (Kreis Miltenberg) geborenen Schaefler mit dem des in Aschaffenburg zur Welt gekommenen Ernst Ludwig Kirchner, wobei Letzterer insoweit besser abschnitt, als er kompromissloser, radikaler in seiner Kunst war.

Anschließend ging es noch in den Schlappeseppel zur Nachbesprechung der Ausstellung. Auch die Rückfahrt mit der Westfrankenbahn diente der Diskussion über das Gesehene, das Erlebte.

Gramsci, Hegemonie, Staat und Zivilgesellschaft


Antonio Gramsci (um 1920)

Bildungsangebote sind ein Inhalt unserer Initiative. Selbstverständlich können wir selbst nicht alles anbieten, was wir für wichtig halten. So greifen wir gerne auf die interessanten Angebote anderer zurück. So zum Beiepiel auf das Gramsci-Seminar der IL Aschaffenburg. Drei von uns nahmen teil. Und bereuten es nicht. Denn Benjamin Opratko aus Wien erwies sich als herausragend gut informierter Referent, die Gruppenarbeit war intensiv, die Stimmung sehr gut – sechs Stunden Seminar, die Lust auf mehr machten. Danke auch an die netten Leute vom STERN für die Räumlichkeit.

Gerne bringen wir künftig rechtzeitig Tipps zu derartigen Veranstaltungen.

Einige Beiträge seien hier noch verlinkt als Appetitanreger zum herausragenden Denker Gramsci und seinen Erkenntnissen:
Antonio Gramsci
Artikel von Benjamin Opratko
Gramsci und die Politik des Kulturellen von W. F. Haug
Mit Gramsci gegen Rechts
Zitate etc.
Literaturhinweise

Ausstellung UNGREIFBAR – Aschaffenburger Künstlerinnen und Künstler

UNGREIFBAR – diese Ausstellung Aschaffenburger Künstlerinnen und Künstler in der Kunsthalle Jesuitenkirche ging am gestrigen Sonntag zu Ende. Um 11 Uhr war noch einmal eine Führung angesetzt mit Künstlergespräch. Aus diesem wurden dann drei Gespräche: mit Johannes Vetter, Edeltraud Klement und René Fugger. Mittendrin 13 Menschen, die als Gruppe auf Einladung von 12M26 gekommen waren. Auf der Hin- und Rückfahrt sowie beim anschließenden Mittagessen im Schlappeseppel kam es zu sehr guten Gesprächen, zum (besseren) Kennenlernen – und was bei solchen Gelegenheiten noch wichtig ist.

Wird dieser Ausstellungsbesuch einen Nachklang finden in der nächsten Zeit? Sicher. Denn die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst, die uns derzeit sehr beschäftigt, tauchte auch hier wieder massiv auf. Und die auf Einladung von 12M26 angereisten Kunstschaffenden – von den 13 Menschen, die dem Aufruf von 12M26 folgten, sind acht selbst künstlerisch tätig – werden sicherlich die eine oder andere Anregung bzw. Herausforderung mitgenommen haben: wie man es machen kann, nicht machen sollte, über was zu reden oder über was zu schweigen sein wird.

Auf den Spuren von Matisse und Bonnard

Eine beachtliche Ausstellung über eine große Künstlerfreundschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Matisse und Bonnard im Städel in Frankfurt. Und 12M26 fährt hin (28. Dezember 2017), acht Kunstinteressierte beteiligen sich. Danke an Donna für die gute Mitorganisation.

Solche Exkursionen sind nicht der große Knaller, das Massenevent oder der Hit für Millionen. Schließlich wird weder Germans next Topdödel gesucht, noch frisst jemand ein komplettes Motorrad auf und singt dabei die Nationalhymne von Legoland – oder was der perversen Pseudowichtigkeiten mehr sind. Eine Kunst-Exkursion ist dagegen dieses: Möglichkeit zum (besser) Kennenlernen, zur Debatte über das Gesehen direkt vor Ort, zur Auseinandersetzung mit Kunst – und das nicht alleine im stillen Kämmerlein, sondern gemeinsam statt einsam.

Gegessen haben wir übrigens im mongolischen Restaurant. Der Kellner kam aus Ungarn. International eben.

Zum Jahresende: Treffen im RIESEN

Am 12. Dezember im RIESEN zu Miltenberg: Einige nette Menschen aus der Gruppe FarbMagie treffen sich zum adventlichen Beisammensein (oder einfach, um sich vor Jahresende nochmal zu sehen). Mit dabei: Vier nette Menschen aus der Initiative 12M26 (darunter der zweiköpfige „ständige Ausschuss“ – oder so – halt Fred K und Mapec).

Museum MUTTER

Neun nette Menschen aus der Initiative 12M26 und Umkreis waren zusammen gekommen, um sich die Kunst im Museum „mutter“ (Sammlung Berger) in Amorbach anzusehen.

Anschließend kam es – ungeplant – zu einem Besuch bei einer Kunstaktion von Adorno-Stipendiatinnen und Anna Tretter (Vorsitzende der FIA) in direkter Näher zum Muttermuseum (siehe die beiden Fotos unten in der Fotocollage).

Menschwerk

Auf Initiative von Fred K und Mapec kam es am vergangenen Sonntag zu einer recht kurzfristig angesetzten Exkursion zur Ausstellung Menschwerk in Aschaffenburg. Trotzdem waren sechs 12M26-Mitglieder (bei einer sehr kleinen Initiative doch recht ordentlich) und drei Gäste dem Aufruf gefolgt (Fotocollage: oben und Mitte links).
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Sehnsucht Landschaft – Ausstellung in Würzburg

Vor allem der Ausstellung Sehnsucht Landschaft – Würzburg und die romantische Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts wegen waren wir am gestrigen Sonntag mit sechs Personen in Würzburg eingefallen (Fotocollage oben: Gruppenfoto und rechts darunter). Sechs Personen, die als Herkunftsorte Leinach, Miltenberg, Aschaffenburg und Damaskus angeben konnten. Es gab also schon langweiligere Zusammensetzungen. Entsprechend bunt und vielfältig waren auch die Gespräche im Kulturspeicher, danach bei Döner, Hamburger und Falafel, später noch im Spitäle (unten links und rechts).

Dank an Andreas für die bearbeiteten Fotos von Mapec (oben links) und dem Werk von Anna Tretter, das in der Dauerausstellung des Kulturspeichers hängt (oben rechts).