Selbstverständnis

der Initiative für Kultur und Bildung – 12M26 – Kunst. Ästhetik. Emanzipation.


Oben: Aus einem Bild von Fred K, Aufnahme: Mapec 2011

12M26 steht für M wie Miltenberg, wo wir den Schwerpunkt unserer Arbeit sehen, als auch für das Jahr 1226, in dem die Mildenburg erstmals erwähnt wurde. Die Mildenburg beherbergt heute das wichtigste Kunstmuseum im Kreis Miltenberg und stellt einen angemessenen lokalhistorischen Bezug dar.

Drei Begriffe sind Bestandteil des Namens unserer Initiative: Kunst. Ästhetik. Emanzipation. Dabei gilt: Kunst und Ästhetik sollen nicht für gefällige Dekoration oder sinnleere Provokation, sondern für das ganze Spektrum engagierten, besonderen Kunstschaffens stehen. Der Begriff Emanzipation steht dabei für die Wirkung, die Kunst haben kann: auf den Einzelnen wie die Gesellschaft. Der Begriff steht für die le­bendige, Anstoß gebende Auseinandersetzung, für Neuorientierung, Öffnung und für die Erschließung neuer Horizonte. Er steht also für die Tatsache, dass Kunst nicht im Leerraum stattfindet und vielschichtig befreiend wirken kann.

Wir möchten mit Kunst bzw. Kunstbetrachtung die persönliche, die spirituelle Weiterent­wicklung befördern, jenseits aller Nützlichkeitserwägungen der Gesell­schaft. Kunst kann uns durch Schönheit ansprechen, darf uns aber auch elementar herausfordern; nur so ist Entwicklung möglich. Kunst darf und soll aber auch über das Bestehende hinausweisen – auch dies eine Form der Emanzipation – ein Hinausweisen auch im Sinne der Frage nach den letzten Wahrheiten, nach Spiritualität und Transzendenz. Wir möchten zudem die Betonung ganz bewusst auf die Verantwortung des Einzel­nen für die gesellschaftliche Weiterentwicklung (im Sinne von Aufdeckung und Befreiung, also Emanzipation) legen, auf den Bezug zum Leben und zur Gesellschaft (im Sin­ne von Menschlichkeit, Mitgefühl, Bildung und Herzensbildung).

Wir geben zu: Dies ist ein großer Anspruch. Aber wenn wir weniger verlangen, dann wird aus Kunst zu schnell De­sign.