Ab nach Kassel! – 12M26 schickt Beobachter zur Documenta

Eigentlich sollten wir dabei ja zu dritt sein, aber OK. liegt im Krankenhaus (an dieser Stelle die allerfeinsten Grüße an ihn!) und Mapec ist auch nicht fit. Daher ging Fred K (Fotocollage: oben links) ganz alleine als Beobachter von 12M26 nach Kassel zur Documenta und schlägt sich nun drei Tage durch den Dschungel der neuen Kunst. Zum Andrang am Fridericianum meint er: „Sicherheit macht Angst!“(unten links). Das bezieht sich wohl auf die Einlasskontrollen. Wir sehen: Auch die Kunst ist nie frei von den Entwicklungen in der Gesellschaft. Wenn das die Künstlerinnen und Künstler hur immer akzeptieren und danach handeln würden …

Museum MUTTER

Neun nette Menschen aus der Initiative 12M26 und Umkreis waren zusammen gekommen, um sich die Kunst im Museum „mutter“ (Sammlung Berger) in Amorbach anzusehen.

Anschließend kam es – ungeplant – zu einem Besuch bei einer Kunstaktion von Adorno-Stipendiatinnen und Anna Tretter (Vorsitzende der FIA) in direkter Näher zum Muttermuseum (siehe die beiden Fotos unten in der Fotocollage).

Was unserer Gesellschaft heute fehlt, ist Ruhe!

Uns wurde ein Leserbrief an den Boten vom Untermain / Main-Echo zur Zweitverwertung zur Verfügung gestellt. Abgedruckt wurde der Leserbrief einer Miltenberger Bürgerin aus dem Schwarzviertel erst am 12.07.17, obwohl er sich auf einen anderen Leserbrief vom 03.07.17 bezog, an den sich sicherlich nach neun Tagen kaum noch jemand erinnern konnte.

Zum Leserbrief „Offenbar jahrelange Versäumnisse“ in der Ausgabe vom 03.07.17

Sehr geehrte Redaktion,

im Leserbrief „Offenbar jahrelange Versäumnisse“ wird eine „Neugestaltung des Mainvorlandes in Miltenberg“ gefordert. Tatsache ist aber, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des ältesten Stadtteils von Miltenberg schon heute in unerhörter Weise belastet sind, eine weitere „Aufwertung“ des Mainufers also nicht mehr sein kann als eine Androhung neuer Belästigungen.

Wir sind nach wie vor tausenden von Fahrzeugen ausgesetzt, die durch die Mainstraße fahren. Das Mainfest und jetzt auch noch das Streetfood-Festival im August werden auf unseren Nerven ausgetragen. Die Musik bei solchen „Events“ läuft bis ein Uhr in der Früh. Auch die Gastronomie im Stadtteil ist unweigerlich mit Lautstärke verbunden. Und die Schiffe auf de Main stellen eine zusätzliche Lärmquelle dar. Der Krach, den junge Leute am neu gestalteten und sehr einladenden Mainufer täglich veranstalten, geht in der warmen Jahreszeit bis vier Uhr oder länger. Das im Sommer nötige Lüften der Wohnungen zur Nachtzeit ist aus all diesen Gründen fast unmöglich, denn wer will schon mit der frischen Luft den Krach in die Wohnung lassen.
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Ist das Kunst? Ja, aber alles andere als gute

Man stelle sich mal vor: Die Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt werden von den umliegenden Ortschaften verhöhnt. Wie zum Beispiel die Miltenberger als „Staffelbrunser“. Weil, wie die historisch bestreitbare Behauptung es will, die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt weit überdurchschnittlich oft von den Stufen (= Staffeln) vor den Häusern – oder auch an diese, wie eine andere Lesart behauptet – uriniert haben sollen. Nun würde in jeder einigermaßen als intelligent gelten wollenden Stadt so etwas mit dem Blick der Verachtung gestraft werden. Man würde sich ganz einfach nicht zu diesem Dünnpfiff der Nachbarn äußern. Nicht so in Miltenberg am Main. Hier ist der gemeine Mann und die ebenso gemeine Frau sogar stolz auf diesen urinösen Namen, der ihnen einst zum Zwecke des höhnischen Spotts verliehen worden war. Nicht nur das: Sie nehmen echtes Geld in die Hand und lassen sich ein Staffelbrunser-Denkmal setzen: Drei Jungs, die in hohem Bogen urinieren. Das Ganze als Brunnen in Bronze gegossen. (mehr…)

Lasst uns mit dem Krach in Ruhe

Für das Wesentliche ist gesorgt. Schönen Dank auch.

Hat der „in diesem unserem Lande“ (Kohl) so weit verbreitete Unfug, sich beständig Vorwände für das kollektive Zuführen rauscherzeugender Flüssigkeiten zu verschaffen, irgendetwas mit Kultur zu tun? Ja. Es ist die Kultur derer, die in ihrem Leben zu wenig solidarische Kollektivität, zu wenig echte Erregung, zu wenig beglückenden Spaß, zu viel an Arbeitslangeweile oder wahlweise Arbeitsstress haben, die einmal wirklich abschalten oder wirklich etwas erleben wollen. Es ist die Kultur von uns allen. Dass wir aber genau mit diesen kollektiven Besäufnissen eben nicht dahin kommen, wo wir gerne hinkämen – geschenkt.
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Ausstellung WALD wird vorbereitet

Im August 2017 soll die Ausstellung WALD mit Exponaten von Fred K, Mapec und OK. in Miltenberg stattfinden.

Hier gibt es die Facebook-Seite dazu.

Art First – Blog bereitet Ausstellung vor

2018 soll es irgendwo zwischen Schwarzwald und Karlsruhe eine Ausstellung unter dem Titel ART FIRST geben, mit dabei zwei Mitglieder von 12M26.

Die Ausstellung, die sich insbesondere gegen den zunehmenden Nationalismus in aller Welt richtet (dieses Geschwür am Gesäß der Menschheit), wird durch ein Blog begleitet, in dem auch grundsätzlichere Beträge zum Verhältnis von Kunst und Gesellschaft gesammelt werden.

Bild oben:
Adorno und die Kunst, Mapec 2016
Textmarker und Filzstifte auf Fotoausdruck (mit ausgedrucktem Zitat beklebt)
ca. 20,3 × 23,2 cm

Altes Rathaus

Altes Rathaus in Miltenberg
OK.

Kapstadt

Kapstadt
OK.

Termitenhügel

Termitenhügel in Namibia
OK.